Erden*Leben*Projekte

Die Natur des Menschseins

Hast du dir schon einmal überlegt, wie es wäre, nicht mehr gegen die Natur sondern mit der Natur zu leben?

Wir sind so aufgewachsen, dass wir gelernt haben, dass das Leben in der Natur ein Kampf ist. Wir haben gelernt, dass nicht genug da ist, und dass wir, wenn wir überleben wollen, hart dafür arbeiten müssen. Wir haben gelernt, dass wir vorsichtig sein müssen, was und wieviel wir anderen Menschen geben, weil es viele gibt, die uns etwas wegnehmen wollen. Uns wurde gesagt, dass wir stärker und besser sein müssen als andere, um als Mensch etwas Wert zu sein. Was wir als Person gelten hängt davon ab, wieviel Anerkennung durch andere wir erreichen. Das hat man uns gesagt. Und wir haben es geglaubt.

Bis zu jenen Momenten, in denen wir andere Erfahrungen machten. Wenn wir zum Beispiel mit Menschen in Kontakt kamen, die seit geraumer Zeit von dem leben, was ihnen die Erde bietet und die sich selber als unendlich reich empfinden. (siehe: The Great Dance) Und wir haben es wohl auch schon erlebt- ein paar Tage in der Natur, mit nichts als dem, was man im Rucksack hat. Man fühlt sich so erleichtert, befreit, lebendig, und man hat alles, was man braucht. Doch dann holt einen das Zivilisationsbewusstsein wieder ein: Und was, wenn man krank wird, wenn es Winter ist, wenn, wenn, wenn...

Ja, und dann gibt es jene Momente, in denen wir aus reinem Herzen beschenkt worden sind, ohne um etwas zu bitten. Wenn wir, in welchem Zusammenhang auch immer, mit etwas gesegnet wurden, mit dem wir nicht gerechnet haben. Dann war genug da und die Theorie vonwegen hart arbeiten müssen, war widerlegt. Und wir reagieren mit einem Schuldgefühl- Bin ich es überhaupt wert, soviel zu bekommen? Da möchte ich gleich hinweisen auf den Blogeintrag, welcher die Antrittsrede von Nelson Mandela beinhaltet.

Also frage ich mich, was bedeutet es, Mensch zu sein?

Hast du dich jemals danach gesehnt, in einer Gemeinschaft zu leben, in der jeder Mensch Anerkennung erhält als der oder die, der sie oder er ist? In einer Gemeinschaft, in der klar ist, dass es allen gut geht, wenn es jeder und jedem Einzelnen gut geht? Uns wurde gesagt, das sei unmöglich. Diejenigen, die das sagen sind gerade dabei, sich selbst zu zerstören. Und diejenigen, die uns zeigen, das es möglich ist, wurden als unzivilisiert und nicht überlebensfähig erklärt- wie zum Beispiel die indigenen Völker dieser Welt.

Unzivilisiert, weil sie sich an die natürlichen Gesetze des Lebens halten und nicht an Gesetze, die der Mensch willkürlich eingeführt hat, um andere zu beherrschen. Nicht überlebensfähig nennt man Kulturen, die über Jahrtausende  in ihrer Weise lebten, ohne durch ihr Dasein Schaden anzurichten. Kulturen, die nun nicht mehr überleben können, weil die sogenannte zivilisierte Gesellschaft alles dazu tut, diese zu zerstören.

"Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Teil davon. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selber an" (Chief Seattle)

Die Menschen, die erkannt haben, dass wir alle miteinander verbunden sind, auf demselben lebendigen Planeten leben, dieselbe Luft atmen und unter demselben Himmel wandeln, teilen ihr Wissen mit uns. Ihre Kenntnisse, die dazu führen, dass wir uns wieder mit der Erde verbinden und unsere Geburtsrechte erlangen, die wir im Laufe unserer Zivilisierung verloren haben.  Unter vielen anderen, die sich diesem Anliegen widmen, ist es Aufgabe vieler Wildnisschulen, das alte Wissen wieder zu erlernen, zu praktizieren und zu teilen. (Siehe dazu auch unter Links)

Aber nun erneut zu der Frage: Hast du dir je darüber Gedanken gemacht, dass unsere Natur eine ganz andere ist als das, was wir aktuell leben? Und hast du dir überlegt, wie ein Leben in Einklang mit der inneren und äußeren Natur aussehen könnte?

Wenn ja, dann geht es dir gleich wie mir. Seit Jahren bewegen mich diese Fragen und mein Herz wünscht sich mehr und mehr, in Einklang mit dieser Natur zu leben.

Das Projekt, welches ich hier anbieten möchte, ist ein Austausch über Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Chancen im Aufbau von Gemeinschaften, welche Ziele wie diese haben.  (siehe das Beispiel der Gaia Foundation)

Mehr dazu unter:

Natürlich Mensch sein